Studie: Lesen auf mobilen Lesegeräten

Die Medien, die wir verwenden, haben einen Einfluss darauf wie wir Informationen umgehen, diese These hat schon immer viele Vertreter gefunden. Das Buch hat den Menschen demnach zu einem vertieften Lesen und zum linearen Denken gebracht. Was passiert, wenn Buchtexte, versehen mit Hyperlinks,  in digitalisierter Form auf mobilen und internetfähigen Geräten gelesen werden?

Mit dieser Entwicklung beschäftigten sich Forscher der Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit einer nicht repräsentativen Befragung zum Thema „Lesen auf mobilen Lesegeräten 2011“. Ihre Ergebnisse passen in eine Vielzahl anderer Studien dieser Art, die auf eine generelle Veränderung des Leseverhaltens hinweisen. Die Leser auf e-Readern und Tablets empfinden ihr Leseverhalten tendenziell als fragmentarischer und diskontinuierlicher, aber sie schätzen auch die Vorteile der Verknüpfung mit anderen Inhalten, z.B. Wörterbüchern. Höheres Ablenkungspotenzial bieten erwartungsgemäß die Tablets, da das Lesen von Büchern bei ihnen nur eine Anwendung von vielen ist.

Welche Auswirkungen eine mögliche Veränderung des Leseverhaltens haben könnte, bleibt abzuwarten. Die Theorien dazu gehen vornehmlich in zwei Richtungen: Das Wissen des Einzelnen nimmt ab, da er sich durch die Fragmentierung überhaupt weniger Wissen aneignen kann. Oder das Wissen des Einzelnen nimmt zu, da er seinen Lernprozess durch die Interaktivität besser steuern kann. In der Forschung scheinen die Standpunkte recht ausgewogen vertreten zu sein, es bleibt also spannend was zukünftige Studien bringen.

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