Magazinständer: Hohe Luft

Uuuuuuuui, ein neues Heft! Da ich viel Zeit in Bahnhöfen und deren Kiosken verbringe und außerdem manchmal mit Mediaplanung beschäftigt bin, ist dieser Ausruf häufiger zu hören.

Vor ein paar Wochen bin ich zum Beispiel über die Erstausgabe von „Hohe Luft“ gestolpert. Wobei gestolpert zu zufällig klingt, in Mainz konnte man das Heft gar nicht übersehen. Knallgelb und in frischem Design war es in den Kiosken auf den besten Plätzen ausgestellt. „Hohe Luft“ bezeichnet sich als ein Philosophiemagazin für jedermann und kostet 8€. Ehrlich gesagt hätte ich mir normalerweise kein Heft für diesen Preis gekauft, aber der Artikel „Wohnt der Geist im iPhone?“ hat mich  für meine Magisterarbeit interessiert.

Hohe Luft - Magazin

Gelb, gelber, Hohe Luft!

weiterlesen

Advertisements

Studie: Lesen auf mobilen Lesegeräten

Die Medien, die wir verwenden, haben einen Einfluss darauf wie wir Informationen umgehen, diese These hat schon immer viele Vertreter gefunden. Das Buch hat den Menschen demnach zu einem vertieften Lesen und zum linearen Denken gebracht. Was passiert, wenn Buchtexte, versehen mit Hyperlinks,  in digitalisierter Form auf mobilen und internetfähigen Geräten gelesen werden?

Mit dieser Entwicklung beschäftigten sich Forscher der Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit einer nicht repräsentativen Befragung zum Thema „Lesen auf mobilen Lesegeräten 2011“. Ihre Ergebnisse passen in eine Vielzahl anderer Studien dieser Art, die auf eine generelle Veränderung des Leseverhaltens hinweisen. Die Leser auf e-Readern und Tablets empfinden ihr Leseverhalten tendenziell als fragmentarischer und diskontinuierlicher, aber sie schätzen auch die Vorteile der Verknüpfung mit anderen Inhalten, z.B. Wörterbüchern. Höheres Ablenkungspotenzial bieten erwartungsgemäß die Tablets, da das Lesen von Büchern bei ihnen nur eine Anwendung von vielen ist.

Welche Auswirkungen eine mögliche Veränderung des Leseverhaltens haben könnte, bleibt abzuwarten. Die Theorien dazu gehen vornehmlich in zwei Richtungen: Das Wissen des Einzelnen nimmt ab, da er sich durch die Fragmentierung überhaupt weniger Wissen aneignen kann. Oder das Wissen des Einzelnen nimmt zu, da er seinen Lernprozess durch die Interaktivität besser steuern kann. In der Forschung scheinen die Standpunkte recht ausgewogen vertreten zu sein, es bleibt also spannend was zukünftige Studien bringen.

Gar nicht dumm, dieses Programm?

Bei der Recherche für meine Magisterarbeit bin ich auf einen alten Hut gestossen, der aber immer wieder schön ist. Es ist das Programm ELIZA des Computerwissenschaftlers Joseph Weizenbaum. ELIZA kann die Struktur geschriebener Sprache analysieren und zu eingegebenen Sätzen sinnvoll wirkende Fragen stellen.

Das Programm ist also durchaus dazu in der Lage, (menschlich) intelligent zu wirken, obwohl es das nicht ist. Damit hätte es den Turing-Test für künstliche Intelligenz nach Alan Turing bestanden, der folgendes gefordert hat: Eine Maschine oder ein Programm ist dann als künstlich intelligent anzusehen, wenn ein Mensch in einer Konversation mit ihm nicht genau sagen kann ob es sich um einen Menschen oder ein Programm handelt.

weiterlesen

Mündliche Prüfung 1: Das Balladenjahr der Weimarer Klassik

Demnächst habe ich meine mündliche Magisterprüfung in Germanistik. Drei Themen, frei gewählt, jeweils 15 Minuten Redezeit. Alles in allem überschaubar, trotzdem schiebe ich den Termin schon eine Weile vor mir her, weil mehr Zeit ist ja immer besser. Oder auch nicht.

Jedenfalls ist mein erstes Thema „Balladen der Weimarer Klassik“, gewählt, weil ich bei meinem Prüfer die Vorlesung zur Weimarer Klassik besucht habe. Also irgendwie ganz pragmatisch, aber das Thema gefällt mir trotzdem.

Goethe und Schiller in Weimar

Goethe und Schiller in Weimar

weiterlesen